Abholzung im Frauenauer Wald
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Die Schuppenwurz (Lathraea squamaria, rechts) ist eine chlorophyllfreie, unterirdisch wachsende, vollparasitische Pflanze, die sich gerne an Laubbäumen wie Erle oder Buche andockt und dort 10 Jahre lang wachsen muss, bis sie erstmals im Frühjahr blüht und im Laufe der Jahre einen bis zu 5 kg schweren Fruchtkörper ausbildet.
Im April 2008 trafen sich Sabine Macht und Michael Fischl im Wald bei Frauenau auf zwei gerodeten Bergen, die einem neuen Bayerwaldhighway weichen sollten.

Beide Waidler waren von der Idee beseelt, diesen unsäglichen Straßenbau noch verhindern zu können. Es tobte bereits der Kampf gegen Politik und Behörden, der trotz großem medialen Interesse und leidenschaftlichem Einsatz vieler Bürger letztlich verloren wurde (vgl. www.das-areal.de). Die beiden kostbaren Bayerwald-Berge wurden im Laufe des Sommers 2008 platt gemacht. Bei der Besichtigung an jenem Apriltag entdeckte man inmitten der Verwüstung völlig überraschend ein Exemplar der Schuppenwurz (rechts) und weitere seltene und schützenswerte Pflanzen wie Zahnwurz (oben) sowie Lungen- und Milzkraut, Indikatoren für gesündesten Bergmischwald. Sie ließen die Hoffnung keimen, dass dem haltlosen Treiben der Baubehörde doch noch Einhalt geboten werden könne.

Die Geschichte ging zwar schlecht für die Berge und die real existierende Schuppenwurz aus, gleichzeitig war dies aber der Beginn ihrer virtuellen Präsenz, war doch der Name unseres Outdoorbüros gefunden.

Den Reichtum und Schutzwert der Natur, den sensiblen Umgang mit ihr sowie die Ganzheitlichkeit Mensch-Natur im Rahmen eines individuell arrangierten Programms oder Seminars zu vermitteln ist unser Anliegen.

Schuppenwurz
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